Ausbildung mit gewissen Extras

By 17. April 2015Gesunde Wirtschaft

RHEINE. Ein Bankangestellter, der ehrenamtlich als Sozialberater bei der Caritas arbeitet? Ja, das gibt es bei der VR-Bank auch. „Wir haben viele Mitarbeiter, die ehrenamtlich tätig sind, bei der Feuerwehr, im Sport, in Stiftungen oder in Vereinen. Wir unterstützen das vorbehaltlos“, sagt Franz-Josef Konermann, einer von drei Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank Kreis Steinfurt.

Bankangestellter – das galt lange als Inbegriff von Spießigkeit. „Dabei ist es der wohl am meisten unterschätzte Beruf überhaupt“, findet Gudrun Krieger, Bereichsleiterin Personalmanagement der VR-Bank. Gemeinsam mit Konermann erläuterte sie der MV, warum die VR-Bank an der Initiative „Rheine – Standort der guten Arbeitgeber“ teilnimmt.

Eine Bank müsste sich tatsächlich um ihre Nachwuchskräfte keine Sorgen machen, wenn es nicht die Lehman-Pleite gegeben hätte. Am 15. September 2008 brach die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammen – und löste damit eine verheerende Kettenreaktion aus. Das globale Finanzsystem stand vor dem Kollaps, die Welt erlitt einen Vermögensverlust von mindestens 15 Billionen Dollar. Das sind 15  000 Milliarden – eine Zahl mit zwölf Nullen. Zum Vergleich: Der Euro-Rettungsfonds ESM soll ein Volumen von 700 Milliarden bis zu einer Billion Euro haben.

„Dieser Skandal hat dem Ansehen unseres Berufsstandes sehr geschadet“, räumt Franz-Josef Konermann ein. „Obwohl wir als VR-Bank natürlich ganz anders aufgestellt sind, als eine Investment-Bank.“

Die VR-Bank Kreis Steinfurt ist eine von rund 1100 Genossenschaftsbanken in Deutschland. Vor zwei Jahren fusionierte die Volksbank Nordmünsterland mit der Volksbank Tecklenburger Land und ist in dieser Region nun mit 600 Mitarbeitern und 37 Geschäftsstellen vertreten. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich über fast zwei Drittel des Kreises Steinfurt und über die Gemeinde Hasbergen auf niedersächsischem Gebiet im Osnabrücker Land. Die Zentrale steht an der Matthiasstraße in Rheine.

Die VR-Bank bildet nicht nur künftige Bankkaufleute aus, sondern auch IT-Fachleute, Fachkräfte für Bürokommunikation und – ganz neu ab diesem Jahr – Personaldienstleistungskaufleute. Die dreijährige Ausbildung, die bei der VR-Bank auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden kann, findet hauptsächlich in der Zentrale in Rheine statt.

Die Vorstellungen, mit denen junge Leute in die Ausbildung gehen, sind sehr unterschiedlich. „Einige denken, nach dem Ende der Ausbildung könnten sie gleich die Leitung der Zentrale hier in Rheine übernehmen. Andere sind realistischer und fangen in einer Zweigstelle klein an“, erläutert Franz-Josef Konermann. Viele hätten häufig auch ein Praktikum bei der VR-Bank gemacht.

Die Ausbildung bietet einige Highlights, die man so nur bei der VR-Bank findet: ein Kennenlern-Treffen aller neuen Azubis, eine Farb- und Stilberatung mit Einkaufstipps sowie Ausbildungswege, die auch individuelle Wünsche berücksichtigen können. Auch an diversen Projekten kann der Nachwuchs sich beweisen. In diesem Jahr dürfen die Azubis der VR-Bank die Vertreterversammlung, mit 250 Gästen die wichtigste Veranstaltung der VR-Bank Kreis Steinfurt, gestalten. Als Schmankerl wird es – neben den Regularien – eine Diskussionsrunde geben, in der man den Vorstand mit Fragen löchern darf.

Großen Wert legt die VR-Bank auf eine einheitliche Unternehmenskultur für einen wertschätzenden Umgang miteinander. Einen entsprechenden Leitfaden erhält jeder Mitarbeiter.

„Juristisch und technisch ist die Fusion lange vollzogen, in den Köpfen dauert es aber wohl noch etwas“, konstatiert Franz-Josef Konermann.

Quelle

Aus der Ausgabe

Donnerstag, 16. April 2015 Seite 21 | Klaus Dierkes

© 2015 Münsterländische Volkszeitung

© 2017 EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH

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