Wertschätzung ist das oberste Prinzip

By 12. Januar 2015Gesunde Wirtschaft

RHEINE. Wer 3800 Menschen beschäftigt, die in der Regel rund um die Uhr bemüht sind, Krankheiten zu besiegen und Patienten optimal zu pflegen, der muss zwangsläufig hohe Ansprüche an Ethik, Umgang miteinander und den bestmöglichen Ausbildungsstand seiner Mitarbeiter stellen. „Wir bieten einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander an, und zwar über alle Hierarchiestufen hinweg. Aber wir fordern diesen Umgang auch von unseren Mitarbeitern ein“, erläutert Dietmar Imhorst, Vorstand der Mathias-Stiftung, im Gespräch mit der MV.

„Wenn man den Patienten und Bewohnern Wertschätzung entgegen bringen soll, dann kann man das nur, wenn einem selber auch Wertschätzung widerfährt“, davon ist der Chef des großen Gesundheitsunternehmens Mathias-Stiftung überzeugt. Dies sei ein ganz wesentlicher Punkt, der mit der Konstitution des Krankenhauses als christliches Unternehmen zusammenhänge. „Und da stellt sich immer wieder die Frage: Was machen wir eigentlich anders als andere?“ fragt Imhorst. So spielt bei der Personalauswahl nicht nur die fachliche Kompetenz eine Rolle, sondern auch die Persönlichkeitsstruktur, die in der Lage sein soll, dieses Wertesystem zu leben. Dass es in diesem Sinne durchaus ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Stiftungsmitarbeiter gibt, davon ist Imhorst überzeugt: „Es gibt hier den schönen Begriff der `Mathiasianer´ der das alles zum Ausdruck bringt.“

Weiterbildung und Qualifizierung ist für eine Einrichtung wie die Mathias-Stiftung ein existenzielles Thema. „Wir sind deshalb als Arbeitgeber attraktiv, weil wir unseren Ärzten in fast allen Fachabteilungen eine volle Weiterbildung anbieten. Wer als approbierter Arzt von der Universität zu uns kommt und hier seine Fachausbildung macht, der kann als junger Arzt bei einem Arbeitgeber die komplette Facharztausbildung mit Zusatzbezeich nungen absolvieren“, sagt Imhorst. Das sei alles andere als selbstverständlich. „Und das liegt natürlich auch daran, dass wir das volle medizinische Spektrum bieten.“

Weiterbildung ist der Mathias-Stiftung auch teuer im wahrsten Sinn des Wortes. Im Jahr 2014 hat das Unternehmen 3,15 Millionen Euro für Fort- und Weiterbildung investiert – über alle Berufsgruppen hinweg, stiftungsweit.

„Das ist eine Menge, aber es ist gut investiertes Geld“, sagt Imhorst. Schließlich erwarteten die Patienten und Bewohner einen fachlich ganz hohen Standard.

Darüber hinaus unterstützt die Mathias-Stiftung 15 junge Menschen ganz praktisch beim Studium. Und wer als Arzt im praktischen Jahr an den Häusern der Mathias-Stiftung arbeitet, der hat immer feste Ansprechpartner im ärztlichen und kaufmännischen Bereich, wo alle individuellen Fragen schnell geklärt werden. Immerhin absolvieren a n den Häusern in Rheine und Ibbenbüren 20 junge Mediziner ihr praktisches Jahr.

Dass es in einem so großen System wie der Mathias-Stiftung auch gute Karrieremöglichkeiten innerhalb des Verbundes gibt, ist ein weiteres Pfund, das Imhorst als großen Pluspunkt für die Belegschaft in die Waagschale wirft. „Wer gezeigt hat, dass er gut und ehrgeizig ist, der kann bei uns auch aufsteigen“, betont Imhorst.

Dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einem Unternehmen mit 3800 Mitarbeitern eine große Rolle spielt, versteht sich von selbst. „Wir haben etwa 200 verschiedene Arbeitszeitmodelle über alle Einrichtungen. Die haben allerdings ihre Grenze, wo die Versorgung der Bewohner oder Patienten gefährdet wäre“, stellt Imhorst klar. Ein Bestandteil der Unternehmenskultur sei es, dass das Thema Elternzeit gefördert werde.

Daneben hat die Mathias-Stiftung noch zahlreiche Bausteine, die vorbildlich sind für einen gesunden Arbeitgeber. Zum Beispiel Coachingprozesse bei beruflichen und/oder privaten Problemen. Allein vier Psychologen hat die Mathias-Stiftung eingestellt, die bei akuten Problemstellungen für ein Erstgespräch zur Verfügung stehen. „Es gibt viele Fragen aus dem Bereich Psychoonkologie, Diabetes, Palliativmedizin oder auch Geriatrie“, sagt Imhorst. Und die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter über Sonderkonditionen im hauseigenen Institut für Gesundheitsförderung ist gerade im Aufbau.

Unterm Strich lautet das Credo des Stiftungsvorstandes: „Man ist als Mitarbeiter der Mathias-Stiftung Teil eines erfolgreichen Teams in einem christlichen Unternehmen.“ Und ein breites Spektrum an Berufen mit über 100 Berufsbildern im Verbund aller Häuser macht die Mathias-Stiftung auch als Arbeitgeber sehr attraktiv.

Quelle

Ausagbe:

MV, Samstag. 10.01.2015 | Rainer Wellmann

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